{"id":540,"date":"2022-04-04T06:45:29","date_gmt":"2022-04-04T06:45:29","guid":{"rendered":"http:\/\/tschernobyl-hilfe-bocholt.com\/?p=540"},"modified":"2022-04-04T06:53:16","modified_gmt":"2022-04-04T06:53:16","slug":"bericht-ueber-unsere-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/tschernobyl-hilfe-bocholt.com\/?p=540","title":{"rendered":"Bericht \u00fcber unsere Arbeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf der Homepage der Bocholter Freiwilligenagentur erschien am 1. April das folgende <a href=\"https:\/\/wir-fuer-bocholt.de\/helfen-solange-es-geht\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/wir-fuer-bocholt.de\/helfen-solange-es-geht\/\">Ehrenamtsportr\u00e4t<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><em>Helfen solange es geht<\/em><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><em>Trotz allem: Bocholter finden Mittel und Wege, um in Belarus Hilfe zu leisten.<\/em><\/h4>\n\n\n\n<p><em>Auf einmal, im Krieg, taucht Tschernobyl wieder auf. Die atomare Katastrophe von damals haben viele fast vergessen \u2013 und nun pl\u00f6tzlich neue Angst, neue Diskussionen, neue Bewertungen, komplette Kurswechsel. Der Supergau vom 26. April 1986 zeigt bis heute, 36 Jahre danach, seine schlimmen Folgen. Auch unter den Kindern der Nachfolgegeneration. Seit 20 Jahren helfen die Mitglieder des Vereins \u201eHilfe f\u00fcr tschernobylgesch\u00e4digte Kinder\u201c Betroffenen in der Region Mogilev (Mahiljou). Jetzt im April schicken sie wieder einen Hilfstransport von Bocholt in den \u00f6stlichen Teil von Belarus.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Anfangs kamen Kinder hierher, aber jetzt macht es mehr Sinn, vor Ort zu helfen. \u201eIch wei\u00df noch\u201c, sagt Werner Linde, \u201ewie mich Theo Heming beim Glas Bier dazu brachte, mal mitzufahren, nach Mogilev.\u201c Genetisch, sowohl k\u00f6rperlich als auch geistig schwer gesch\u00e4digte Kinder erlebte er dort. Danach musste er unbedingt etwas tun, musste unbedingt mithelfen, und so war er ebenso wie seine Frau Agnes mit von der Partie, als der Verein 2002 unter Theo Hemings Vorsitz gegr\u00fcndet wurde. Heute ist er Nachfolger des vor elf Jahren verstorbenen ersten Vorsitzenden, dessen Ehefrau Hannelore immer noch unter den 24 Vereinsmitgliedern aktiv ist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Sammeln, packen, fahren<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Sie sind \u00fcberwiegend \u00e4lter, Werner Lindes Sohn Thomas ist mit 42 der J\u00fcngste. Das schlie\u00dft nicht aus, dass sie ungemein rege und aktiv sind. Sie suchen Geld- und Sachspender, sammeln Spenden ein, fahren daf\u00fcr teils etliche Kilometer, sichten alles, lagern es in einer von einem Unternehmen kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellten Halle in Rhede und verkaufen einen Teil, um dadurch die Transportfahrten zu finanzieren. Neben vielen anderen hat Werner Lindes Chef den Verein gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzt, indem er Fahrzeuge zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Das Verpacken gespendeter Gegenst\u00e4nde, Kleidung und Lebensmittel, gro\u00dfenteils in Plastiks\u00e4cken und Bananenkartons, das Be- und Entladen der Fahrzeuge, das Ausf\u00fcllen der Zollformulare und nat\u00fcrlich die Fahrten \u00fcber die rund 1800 Kilometer nach Mogilev \u2013 auch all das z\u00e4hlt zum ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Etwa 400 Tonnen an Hilfsg\u00fctern haben sie in den vergangenen Jahren nach Belarus gebracht, die vor allem in Kinderheimen gebraucht werden. Auch in einem Ferienlager freuen sich Kinder, wenn die verschiedensten Dinge aus Bocholt kommen. Unter anderem behindertengerechte St\u00fchle und Hilfsmittel z\u00e4hlen dazu, f\u00fcr die ein Vereinsmitglied \u00fcber seinen Sohn eine Quelle aufgetan hat. Der Lions Club hilft beim Beschaffen medizinischer Artikel und besonders kostenintensiver Dinge. L\u00f6sungen zu suchen und zu finden, um Bedarfe zu decken, ist eine Herausforderung. F\u00fcr den anstehenden Transport hat das St. Agnes-Hospital zwei Inkubatoren gespendet. Das dortige Krankenhaus war selbst f\u00fcr Papier dankbar.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Hilfe zieht auch dar\u00fcber hinaus segensreiche Kreise. Seit 2005 gibt es den Kontakt zu Pastor Pavel Brodov und seiner christlichen wohlt\u00e4tigen Organisation Tabea. F\u00fcr ihn haben die Bocholter auch schon mal eine kleine Orgel organisiert. Und jetzt hat Werner Linde, mit 67 in Rente, als gelernter Schreiner aber nat\u00fcrlich weiterhin fachkundig, B\u00e4nke des abgerissenen Kirchengeb\u00e4udes von Herz-Jesu so vorbereitet, dass sie in Mogilev f\u00fcr einen neuen Kirchenraum verwendet werden k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Schwierige Bedingungen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Herausforderungen dort sind nach all den Jahren nicht weniger geworden, wie aus den Briefen des 73-j\u00e4hrigen Pastors hervorgeht, die er an den Verein schreibt. Auch in Mogilev hat die Corona-Pandemie den Zugang zu verschiedenen Einrichtungen verwehrt. Die Armenk\u00fcche werde weiterhin genutzt, schreibt er, und nun darf auch das Ferienlager wieder bezogen werden. Zwischenzeitlich haben er und seine Organisation sich um Asylsuchende aus dem Irak gek\u00fcmmert, die nach Belarus kamen und von dort nicht nach Polen einreisen durften. Auch daf\u00fcr waren G\u00fcter aus Bocholt hilfreich.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Zwei Jahre lang hat das Virus Transporte von hier nach dort verhindert. Die pers\u00f6nlichen Kontakte fehlen, die Besuche der Bocholterinnen und Bocholter in Kinderheimen und in Schulen, in denen es eigens f\u00fcr sie Auff\u00fchrungen und selbstgebastelte Geschenke gab, und auch das gemeinsame Grillen. \u201eWir haben da Freunde und Bekannte, wir w\u00e4ren so gerne wieder vor Ort\u201c, sagt Werner Linde. Aber auch die politischen Verh\u00e4ltnisse haben sich zugespitzt. \u201eEs gibt immer neue Auflagen und Beschr\u00e4nkungen\u201c, so der Vereinsvorsitzende. \u201eF\u00fcr uns ist die Grenze dicht.\u201c Er und sein Team geben indes nicht auf. Ein Spediteur aus Belarus kommt in wenigen Tagen, wenn er seine Ware in Deutschland abgeladen hat, hierher und nimmt die Hilfsg\u00fcter mit, die die Vereinsmitglieder gesammelt und verpackt haben. 18 Tonnen Ladung, sch\u00e4tzt Werner Linde. \u201eSolange wir k\u00f6nnen, werden wir das machen\u201c, sagt er.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>In Mogilev wartet man sehns\u00fcchtig auf die Ankunft. Auch weil das wieder etwas greifbar Pers\u00f6nliches hat. Fast etwas Famili\u00e4res, wie unter den Bocholtern ohnehin, bei denen Werner Linde von seiner Frau im Vorstand und vielleicht bald auch von den Kindern seiner Schwester unterst\u00fctzt wird. \u201eVertrauen \u2013 Freundschaft \u2013 Frieden\u201c steht unter dem Vereinslogo. \u201eIch hoffe\u201c, hat Pavel Brodov unl\u00e4ngst nach Bocholt geschrieben, \u201edass keine Politik unsere Freundschaft zerst\u00f6ren kann.\u201c\u00a0<strong> \u2013 jf \u2013<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/wir-fuer-bocholt.de\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/wir-fuer-bocholt.de\">Wir-f\u00fcr-Bocholt.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Homepage der Bocholter Freiwilligenagentur erschien am 1. April das folgende Ehrenamtsportr\u00e4t Helfen solange es geht Trotz allem: Bocholter finden Mittel und Wege, um in Belarus Hilfe zu leisten. Auf einmal, im Krieg, taucht Tschernobyl wieder auf. 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