Briefe aus Mogilev

Pavel Brodov von der Wohltätigkeitsvereinigung Tabea hat zwei Briefe geschrieben

Pavel Brodov und Werner Linde; Foto: Thomas Linde

Lieber Vassili,
ich grüße dich und alle Vereinsmitglider, sowie Siggi und seine Frau.
In das neue Jahr 2020 haben wir ohne Schnee reingefeiert. Aber wir bereiten uns schon auf den Frühling vor.
In Mogilev über die Presse wurde es bekannt, dass ihr einen Rollstuhl für Maxim aus Deutschland mitgebracht habt. An uns hat sich noch eine Familie mit der Bitte um eine Hilfe gewendet.
Die Tochter der Familie hat Kinderlähmung und braucht einen speziellen Kinderwagen. Ich habe der Familie nur sagen können, dass ich euch um Hilfe bitten würde.
Vielleicht könnt ihr mit meinem Bruder Günter, „dem Orgelspieler“ so etwas noch einmal organisieren.
Die Daten der Familie: Darja S., 5 Jahre alt, Stadt Molilev, K* Strasse,
Kinderwagen-Rollstuhl Junior Plus für Kinder mit Kinderlähmung.

Ich bin euch sehr dankbar, dass ich überhaupt so eine Bitte aussprechen kann.
Gott schütze euch. Ich wünsche euch im neuen Jahr Gesundheit, Frieden und alles Gute.
Es grüßen euch Pavel und Mitarbeiter“

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Lieber Vassili,
habe mich sehr darüber gefreut, dass ihr und Werner euch mit der Suche nach Kinderwagen befasst. Ich hoffe, dass ihr Erfolg habt. Ich habe mich mit der Mutter von Darja in Verbindung gesetzt, hier sind die Angaben vom Mädchen: Körpergröße 110 cm, Gewicht 18 kg. Der Kinderwagen soll für die Kinder bis zu 30 kg geeignet sein.
Ich sende ein Paar Fotos von einem Jungen namens Kirill. Er hat zum Weihnachten einen Brief an den Presidenten Lukaschenko mit dem Wunsch nach einem Fahrrad geschrieben. Als wir das gehört haben, haben wir ein Fahrrad, das ihr mitgebracht habt, ihm zum Weihnachten geschenkt. Das hat  ihm und seiner Mutter viel Freude gebracht.

Wir haben zum Silvester ca. 400 Geschenke für Kinder vorbereitet: Süßigkeiten und Spielzeuge von euch, ein Kinderbuch dazu. Diese Geschenke haben wir den Kindern in den umliegenden Dörfer und in den Kinderheimen verteilt, siehe dazu auch Fotos.
Die von euch mitgebrachte Nuddeln und Mehl haben wir im Kinderdorf und in der Armenküche bei uns bereits verbraucht. Sonnenblumenöl nutzen wir nur im „Warmen Haus“ in Pribor.

Wir warten auf euch. Viele Grüße an alle.
Gott schütze euch.
Mit Hochachtung Pavel

(Übersetzung: Vassili Rakin)

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